Pumpspeicherkraftwerke – damit ständig Strom aus der Steckdose kommt
Der Strom kommt aus der Steckdose – so einfach klingt das. Doch es muss viel Aufwand betrieben werden, damit elektrische Energie rund um die Uhr verfügbar ist. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass der Strom bedarfsgerecht erzeugt werden muss, denn in großen Mengen lässt sich Strom nicht speichern.
Volle Leistung innerhalb von 90 Sekunden
Um die Stromversorgung flächendeckend zu sichern, müssen die Kraftwerke gerade so viel Strom produzieren, wie von den Verbrauchern auch benötigt wird. Um die Stromversorgung sicher zu stellen, haben die europäischen Energieversorgungsunternehmen ein Verbundnetz gebildet, dem auch die großen deutschen Unternehmen angeschlossen sind. Um unberechenbare Spitzenlasten abzudecken, müssen kurzfristig zusätzliche Energiequellen angezapft werden, und da sind Pumpspeicherkraftwerke einfach unschlagbar. Ihr Vorteil: Sie können innerhalb von 90 Sekunden von Stillstand auf Vollleistung hochfahren. Ein Braunkohlekraftwerk würde dazu dreieinhalb Stunden benötigen.
Große Bedeutung für die Versorgungssicherheit
In jüngster Zeit gewinnen Pumpspeicherkraftwerke zunehmend an Bedeutung, weil der Anteil regenerativer Energien an der Stromerzeugung steigt. War bisher nur der Stromverbrauch variabel, so schwankt nun auch die Stromerzeugung. So müssen Pumpspeicherkraftwerke z. B. einspringen, wenn im Windkraftwerk Flaute herrscht.
